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Knoblauch - Allium sativum *

Allgemeines

Der Knoblauch, dessen lateinischer Name Allium sativum lautet, gehört zur Familie der Zwiebelgewächse (lat.: Alliacae). Volkstümliche Bezeichnungen sind unter anderem Knofel, Knöblich und Knuflauk. Knoblauch findet nicht nur als Zutat beim Kochen Verwendung, sondern hat auch seinen festen Platz in der Liste der Heilpflanzen. Vor allem als Mittel gegen Arteriosklerose (Gefäßverengung) wird die Pflanze, von der die Knollen verwendet werden, sehr geschätzt. Weniger beliebt dagegen ist der Geruch des Knoblauchs. Ins Reich der Legenden gehört die Überzeugung, dass er ein guter Schutz gegen Vampire ist.


Vorkommen und Verbreitung

Die Pflanze stammt ursprünglich aus Südeuropa, Zentralasien und dem Nahen Osten, wird aber auch in Mitteleuropa und heute in der ganzen Welt angebaut, wo er zum Würzen von Speisen und als Heilmittel Verwendung findet. Es gibt zwar auch wilden Knoblauch, den aber nur selten. Man unterscheidet drei Varianten dieses Gewächses - den Schlangenknoblauch, den Pekingknoblauch und den gewöhnlichen Knoblauch, der in unseren Breiten bekannt ist.


Aussehen und Merkmale

Beim gewöhnlichen Knoblauch handelt es sich um eine krautige Pflanze mit einer Höhe von 25 bis 90 cm. Ihre grau-braunen bis grau-grünen flachen Blätter sind länglich und breit mit einer Zuspitzung am Ende. Die Ränder der Blätter sind rau. Mehrere Brutzwiebeln trägt der runde Blütenschaft, dessen Blüten häufig im Knospenzustand verbleiben.
Im Frühjahr zeigen sich die ersten Triebe mit flachen Stängeln, die, wenn man sie bald verwendet, gut zu Salat schmecken. Später im Sommer verdorren diese Stängel. Gleichzeitig verdickt sich die Knoblauchzehe zu einer Knolle, die im Spätsommer und Frühherbst geerntet werden kann. Die eiförmige Knoblauchknolle setzt sich aus 6 bis 15 Knoblauchzehen zusammen, umgeben von einer weißen Blatthülle.


Inhaltsstoffe und Wirkung des Knoblauchs

Die Knollen werden sowohl als Kochzutat als auch als Heilmittel verwendet. Neben den ätherischen Ölen, die die Knollen enthalten, ist es vor allem das Allicin, dem die Pflanze ihre heilenden Eigenschaften verdankt. Allicin gehört zur Gruppe der Sulfide. Es handelt sich dabei um eine schwefelhaltige Verbindung, die bei der Spaltung von Alliin durch das Enzym Alliinase entsteht. Allicin ist eine Substanz mit antimikrobieller Wirkung und kann aufgrund ihrer Cholesterin reduzierenden Eigenschaften dazu beitragen, Gefäßerkrankungen vorzubeugen bzw. zu lindern. Das Allicin ist es auch, was für den typischen Geschmack und Geruch des Knoblauchs verantwortlich ist.
Das Zwiebelgewächs wird aber nicht nur bei Arteriosklerose angewandt, sondern auch bei einer Vielzahl von anderen Beschwerden:

  • bei hohem Blutdruck und als Vorbeugung gegen Herzinfarkt und Schlaganfall
  • zur Stärkung des Immunsystems
  • bei Lungenschwäche und Asthma
  • bei Appetitlosigkeit
  • bei Verdauungsstörungen und Magen-Darm-Infektionen
  • bei Durchfall und Würmern
  • bei Krampfadern
  • sowie äußerlich bei Warzen

Verwendung und Sammelzeit

Die Hauptsammelzeit für Knoblauch sind die Monate September und Oktober. Die Knoblauchzehen können sowohl roh als gekocht gegessen werden. Darüber hinaus lassen sich auch Tinkturen ansetzen, bei denen die klein geschnittenen Zehen mit Alkohol versetzt werden. Zur äußerlichen Anwendung werden einfach ein paar aufgeschnittene Knoblauchzehen auf die entsprechende Hautstelle gelegt und mit einem Pflaster überklebt.


Warnhinweise

An dieser Stelle sei erneut auf den strengen Geruch verwiesen, der von vielen Mitmenschen als unangenehm empfunden wird. Nach übermäßigem Verzehr kann sich der Knoblauchgeruch ein oder zwei Tage in Atem und Körperausdünstungen halten. Wird der Knoblauch frisch geerntet, riecht er übrigens nicht ganz so streng wie abgelagerter. Knoblauchkapseln, wie sie im Handel erhältlich sind, sind sogar ganz frei von den unangenehmen Gerüchen.


* Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier gemachten Informationen wird keine Gewähr übernommen. Die hier vorgestellten Informationen stellen keine Form der Beratung dar. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt.

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