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Fenchel - Foeniculum vulgare *

Allgemeines zum Fenchel

Der Fenchel -lateinischer Name: Foeniculum vulgare- gehört zur Familie der Doldengewächse. Man unterscheidet zwei Unterarten des Fenchels, nämlich den Esels- oder Pfefferfenchel und den Gartenfenchel. Letzterer kommt in drei Varianten vor: Als Gemüsefenchel, Süßfenchel und Bitterfenchel. Es ist der Bitterfenchel, dessen Früchte und Rinde medizinisch verwendet werden und aus denen man die wertvollen ätherischen Öle gewinnt.


Vorkommen und Verbreitung des Fenchels

Die ursprüngliche Heimat des Fenchels ist das Mittelmeergebiet. Mittlerweile wächst der Fenchel aber in ganz Europa, in Asien und Teilen Afrikas und Südamerikas. Seit dem 9. Jahrhundert wächst diese Gewürz- und Heilpflanze auch in Deutschland.
Fenchel blüht zwischen Juli und September. Sammelzeit sind die Monate September und Oktober, wenn die Früchte reif sind. Nach dem Pflücken wird Fenchel getrocknet und anschließend gut verschlossen aufbewahrt.


Aussehen und Merkmale des Fenchels

Beim Fenchel handelt es sich um eine ein- bis mehrjährige Pflanze mit kleinen gelben Blüten, die bis zu zwei Meter hoch wachsen kann. Ihre Grundachse ist fleischig verdickt. An den verästelten Stängeln treiben Blütenstängel und Blattbüschel. Während der Gemüsefenchel helle Früchte besitzt, sind die Früchte des Bitterfenchels dunkel.


Inhaltsstoffe und Wirkung von Fenchel

Es sind vor allem die ätherischen Öle, die den medizinisch wirksamen Hauptbestandteil des Fenchels ausmachen. Sie bestehen zu rund 70 Prozent aus Anethol, das die Beweglichkeit der glatten Muskulatur in den Verdauungsorganen erhöht, was sich appetitanregend, verdauungsfördernd und krampflösend auswirkt. Anethol sorgt außerdem dafür, dass sich die Schlagfrequenz der Flimmerepithelien erhöht, was bei Husten, Asthmaerkrankungen und Bronchitis die Schleimauflösung erleichtert. Dem Anethol hat der Fenchel übrigens auch seinen süßlichen Geschmack zu verdanken.
Fenchon ist der andere wichtige Inhaltsstoff des Fenchelöls. Er hemmt das Wachstum von Pilzen und Bakterien.
Außerdem besitzt der Fenchel noch Flavonoide und Antioxidantien, die die gefährlichen freien Radikale abfangen können.
Da im Fenchel auch Estragol enthalten ist - eine Substanz, von der nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie eine krebserregende Wirkung besitzt -, gibt es die Vorschrift, dass der Gehalt an Estragol höchstens fünf Prozent betragen darf.

Anwendungsgebiete des Fenchels

In Arabien und China wird der Fenchel seit alters her zur Behandlung von Lungen-, Blasen- und Nierenleiden sowie bei Tollwut eingesetzt.
Auch in der Kinderheilkunde hat Fenchel seinen festen Platz, zumal er einen für Kinder angenehmen Geschmack besitzt.
Während der Süßfenchel als Gewürz verwendet werden kann, nutzt man die wertvollen Inhaltsstoffe des Bitterfenchels in der Medizin. Fenchel hilft unter anderem bei folgenden Beschwerden:

  • Husten und Bronchitis
  • Magenschmerzen, Koliken, Blähungen und Verdauungsproblemen
  • Bindehautentzündungen
  • Muskel- und Rheumaschmerzen

Außerdem kann Fenchel den Milchfluss stillender Mütter anregen. Das erklärt den alten Brauch, dass man jungen Müttern früher zur Geburt eines Kindes Fenchel zum Geschenk gemacht hat.


Warnhinweise und mögliche Nebenwirkungen von Fenchel

Wer auf Sellerie allergisch reagiert, sollte auch bei Fenchel vorsichtig sein, da dieser in seltenen Fällen ebenfalls eine allergische Reaktion auslösen kann.
Vorsicht geboten ist auch bei reinem Fenchelöl, das man auf keinem Fall Säuglingen und Kleinkindern geben darf: Es kann Atemnot und Erregungszustände hervorrufen! Entwarnung kann aber für Fencheltee und Fenchelhonig gegeben werden, da die Dosierung an ätherischen Ölen dort sehr niedrig ist.


* Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier gemachten Informationen wird keine Gewähr übernommen. Die hier vorgestellten Informationen stellen keine Form der Beratung dar. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt.

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