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Eukalyptus - Eucalyptus *

Allgemeines zum Eukalyptus

Der auch Fieberbaum oder Blaugummibaum genannte Eukalyptus ist ein rasch wachsender, immergrüner Strauch bzw. Baum mit einem sehr hohen Feuchtigkeitsbedarf. Findet der Eukalyptus in Trockenzeiten nicht genügend Wasser, so stößt er große Äste ab, um seinen Verbrauch zu reduzieren. Aufgrund seines großen Wasserbedarfs ist er in früheren Zeiten auch zum Trockenlegen von Sumpflandschaften angebaut worden.
Die Blätter des zu den Myrtengewächsen zählenden Eukalyptus werden in der Naturheilkunde weltweit geschätzt. Der Geruch von Eukalyptus ist je nach Art kampferartig, scharf-stechend, zitronig-frisch oder blumig.


Vorkommen und Verbreitung des Eukalyptus

Die Heimat der Eukalypten befindet sich in Tasmanien, Indonesien und Australien, wo heute große Vorkommen zu finden sind. Die Blätter bestimmter Arten bilden die Hauptnahrung der dort lebenden Koalabären. Eukalypten gedeihen aber auch in anderen klimatisch geeigneten Gebieten der Erde, wie Arabien, Asien und Europa.
Zur wirtschaftlichen Nutzung werden Eukalyptusbäume vor allem in Nordafrika, Südamerika und Südeuropa angepflanzt. Neben seiner Nutzung als Lieferant für ätherisches Öl wird Eukalyptus auch wegen seines schnell wachsenden Holzes geschätzt.

Der Eukalyptus ist eine sehr artenreiche Gattung. Allein im Mittelmeergebiet werden ca. 50 verschiedene Arten gezählt. Weltweit gibt es zwischen 600 und 700 unterschiedliche Eukalypten.
Zu den bekanntesten Vertretern dieser Gattung gehören der Blaue Eukalyptus (Eucalyptus globulus), der Zitroneneukalyptus (Eucalyptus citriodora ), der Riesen-Eukalyptus (Eucalyptus regnans) und der Schnee-Eukalyptus (Eucalyptus pauciflora).


Aussehen und Merkmale des Eukalyptus

Eukalypten können je nach Art eine Größe von 40 bis 90 Metern erreichen. Grundsätzlich sind alle Eukalyptusarten immergrün und zeichnen sich durch sehr hartes Holz aus. Mit zunehmendem Alter ändert sich bei Eukalypten das Aussehen der Rinde. Jährlich kommt eine neue Rindenschicht hinzu und erweitert so den Umfang des Stammes.

Auch das Erscheinungsbild der Blätter ändert sich mit wachsendem Alter. Die ledrigen Blätter sind zumeist sichelartig geformt. Im Gegensatz zu den gegenständigen Jugendblättern sind die adulten Blätter jedoch wechselständig angeordnet. Typisch für den Eukalyptus sind ferner ihre zapfenartigen, holzig-trockenen Kapselfrüchte.


Inhaltsstoffe und Verarbeitung von Eukalyptus

Zu den Inhaltsstoffen des Eukalyptus gehören unter anderem Eukalyptol, Gerbstoffe, Flavonoide und Phenolcarbonsäuren. Hergestellt wird Eukalyptusöl (Eucalypti aetheroleum) durch Wasserdampf-Destillation der jungen Blätter und Zweigspitzen. Hierbei ergeben 50 kg Blattgrün etwa einen Liter Öl.

Anwendungsgebiete des Eukalyptus

Eukalyptus wird innerlich und äußerlich angewendet. Bei der inneren Anwendung hilft Eukalyptus gegen Erkältungskrankheiten und Bronchitis. Die Anwendung von Eukalyptus kann aber auch bei Fieber, Grippe, Migräne, Harnwegserkrankungen und Darmparasiten Besserung herbeiführen.
Bei der äußeren Anwendung des Eukalyptus schätzt man vor allem seine antiseptische und belebend-erfrischende Wirkung. Als Einreibemittel oder Badezusatz wirkt er lindernd bei Husten und Heiserkeit.
Selbst als Schutz gegen unerwünschte Insekten hat sich der stark riechende Eukalyptus bewährt.

Das Öl des Eukalyptus hat darüber hinaus auch eine positive Wirkung auf die Psyche. Über die Duftlampe aufgenommen wirkt Eukalyptus konzentrationsfördernd, anregend und belebend bei Lustlosigkeit und Lethargie.

Im Handel angeboten wird Eukalyptus entweder als ätherisches Öl, als Tee oder als Bestandteil von Fertigpräparaten wie Salben, Bonbons oder Einreibemitteln. Aufgrund seines frischen, belebenden Aromas wird er auch gern als Zusatz für Mundwasser, Erkältungsmittel, Badezusätze und als Sauna-Aufguss verwendet.


Warnhinweise und mögliche Nebenwirkungen von Eukalyptus

Eukalyptus sollte vorsichtig und sparsam dosiert werden, da er in großen Mengen toxisch wirkt. Menschen, die an Asthma, Bluthochdruck oder Epilepsie leiden, sollten Eukalyptusöl in jedem Falle meiden. Bei Babys und Kleinkindern kann das Öl zum Atemstillstand führen.
Eukalyptusöl beeinträchtigt ferner die Wirkung homöopathischer Medikamente, weshalb vor einer kombinierten Anwendung der Arzt befragt werden sollte.


* Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier gemachten Informationen wird keine Gewähr übernommen. Die hier vorgestellten Informationen stellen keine Form der Beratung dar. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt.

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