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Weißdorn - Crataegus *

Allgemeines

Weißdorn (botanisch Crataegus) ist ein Kernobstgewächs aus der Familie der Rosengewächse. Seinen Namen verdankt er seinen weißen Blüten und dornigen Zweigen. Wegen seiner mehligen Früchte wird der Weißdorn im Volksmund auch Mehlbeerbusch oder Mehlbaum genannt. Unter den Namen Hanweide und Hagdorn war der Weißdorn in früheren Zeiten ebenfalls bekannt.

Weltweit gibt es rund dreihundert verschiedene Weißdorn-Arten, die bevorzugt in gemäßigten Klimazonen wachsen. Bei uns in Mitteleuropa gedeihen ungefähr fünfzehn verschiedene Weißdorne, von denen der eingriffelige Weißdorn der am häufigsten anzutreffende Vertreter ist. Gleichfalls in unseren Breiten zu finden ist der zweigriffelige Weißdorn als zweithäufigste Art. Beide Gattungen lassen sich nur mit fundierten botanischen Kenntnissen unterscheiden, da sie sich in ihrem Erscheinungsbild sehr ähnlich sind. Allerdings besitzen beide Arten die gleichen heilenden Effekte.


Vorkommen und Verbreitung

Weißdorn ist in Europa, Asien und Nordamerika zu finden. In Mitteleuropa ist er sehr weit verbreitet und vor allem als Einfriedung und Heckenpflanze populär. So findet man ihn nicht nur an den Rändern von Straßen, Feldern und Wegen, sondern auch in Wäldern, Gärten und Parks. Hier wächst er gern an offenen, ungeschützten und windigen Plätzen. Er mag sonnige Lichtverhältnisse, kommt aber auch mit halbschattigen Standorten sehr gut aus.


Aussehen und Merkmale

Weißdorn zeigt sich in verschiedenen Größen und Wuchsformen, vom kleinen, stark verzweigten Strauch bis hin zum mittelgroßen Baum. Wuchshöhen von zwei bis sechs Metern sind keine Seltenheit. Stets sind seine Zweige dornig und tragen drei- bis fünflappige Blätter von ovaler Form.

Im Frühling zeigen sich Gruppen von weißen bis rosafarbenen Blüten. Die Blüten sind acht bis fünfzehn Millimeter groß und wachsen in Trugdolden. Im Herbst werden die Blüten zu den typischen, leuchtend roten Beeren. Diese sind kugelförmig oder eiförmig, fleischig und sechs bis zehn Millimeter lang. Das Fruchtfleisch ist von gelblicher Farbe und mehliger Konsistenz.


Inhaltsstoffe und Wirkung von Weißdorn

Inhaltsstoffen des Weißdorns sind u.a. Amine, Procyanidine, Flavonoide, Phenolcarbonsäuren, Polyamine und Xanthinderivate. Diese machen den Weißdorn zu einem hervorragenden Mittel vor allem bei Arterienverkalkung und Herzerkrankungen. Zudem reguliert Weißdorn den Blutdruck und fördert die Durchblutung der Herzkranzgefäße. Sklerotische Veränderungen werden durch Weißdornpräparate reduziert. Die Heilpflanze ist daher zum einen für ältere Menschen empfehlenswert. Zum anderen empfiehlt sich die Anwendung von Weißdorn auch für Herzinfarkt-Patienten. Überdies ist Weißdorn bei Kopfschmerzen, Migräne, nervlichen Belastungszuständen und Einschlafstörungen hilfreich.


Anwendung des Weißdorns

Die höchste Wirkstoffdichte zeigt Weißdorn in seinen Blättern, Blüten und Früchten. Offiziell als medizinische Droge bestätigt sind allerdings nur Blätter mit Blüten, die unter dem Namen
Crataegi folium cum flore erhältlich sind.

Das Sammelgut wird schnell aber schonend getrocknet und in dicht schließenden Gefäßen gelagert. Breiten Sie die Blätter, Blüten und/ oder Früchte am besten auf einem Tuch oder Backpapier aus und lassen Sie das Sammelgut an einer gut belüfteten Stelle trocknen. Bis zu Verwendung lagern Sie alles am besten in einem dunklen Gefäß. Getrockneter Weißdorn sollte nicht länger als ein Jahr gelagert werden, da er sonst an Wirkung verliert. Es empfiehlt sich, Blätter, Blüten oder Beeren jedes Jahr frisch zu sammeln und zu konservieren. Alle gesammelten Teile des Weißdorns können für die Teezubereitung verwendet werden. Die Beeren werden zudem gern für die Herstellung von Gelee oder Likör genutzt.


Anbau, Ernte und Sammelzeit

Im Garten wird der kultivierte Wildstrauch gern als Sicht- und Windschutz verwandt. Als Bestandteil der Vogelhecke ist Weißdorn ebenfalls beliebt. An die Beschaffenheit des Bodens stellt Weißdorn keine großen Ansprüche. Generell ist er bodentolerant, bevorzugt aber lehmige und kalkhaltige Böden von lockerer bis fester Struktur. Bodentrockenheit ist für den Weißdorn kein Problem. Er gedeiht aber auch auf feuchtem Untergrund ausgesprochen gut.
Wer wildwachsenden Weißdorn sammeln möchte, wird häufig an Feldrändern und Wegrändern fündig.

Blätter und Blüten werden von Mai bis Juni gesammelt, da der Wirkstoffgehalt zu diesem Zeitpunkt am höchsten ist. Gleiches gilt für Weißdorn-Früchte. Diese werden ausschließlich im vollreifen Zustand geerntet - also dann, wenn die Rotfärbung der Beeren am intensivsten ist.


Warnhinweise

Weißdorn kann vorbeugend eingenommen werden. Eine Anwendung über Monate oder gar über Jahre hinweg gilt als unbedenklich. Nebenwirkungen sind nicht bekannt.


* Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier gemachten Informationen wird keine Gewähr übernommen. Die hier vorgestellten Informationen stellen keine Form der Beratung dar. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt.

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