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Oleander - Nerium oleander *

Allgemeines

Der Oleander (lateinischer Name: Nerium oleander) wird umgangssprachlich als Rosenlorbeer bezeichnet und gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Sämtliche Pflanzenteile des dekorativen Gewächses sind giftig.


Vorkommen und Verbreitung

Ursprünglich stammt der Licht und Wärme liebende Oleander aus dem Mittelmeerraum, wo er von Marokko bis Südspanien beheimatet ist. Als typischer Vertreter warmer Gefilde ist der Oleander aber auch im Nahen und Mittleren Osten sowie in China und Indien zu finden. In unseren Breiten ist Oleander zumeist als Kübelpflanze bekannt. Insgesamt zählt die Bandbreite der hier erhältlichen Oleander-Arten mehr als 160 Vertreter, von denen viele auch im Freiland kultivierbar sind. Problematisch ist dabei einzig das Überwintern, da Oleander starken Frost nicht ohne Schutzmaßnahmen übersteht.


Aussehen und Merkmale

Der Oleander ist eine immergrüne Pflanze, die mit wachsendem Lebensalter zunehmend verholzt. Wuchshöhen von fünf Metern sind beim Oleander keine Seltenheit. Die Blätter des Oleanders wachsen um den Hauptstamm der Oleander-Pflanze herum. Sie sind ledrig und lanzenförmig und erreichen eine Länge von sechs bis zwölf Zentimetern.

Von Mai bis September erstreckt sich die Blüteperiode des Oleanders. In dieser Zeit zeigt sich der mediterrane Strauch mit weißen, gelben oder rosafarbenen Blüten. Diese bestehen meist aus fünf Blütenblättern und wachsen in Form einer Rispe.


Inhaltsstoffe und Wirkung von Oleander

Oleander enthält das giftige Glykosid Oleandrin sowie Polysaccharide, Flavonglykoside und Triterpene. Als Droge in der Pharmazie verwendet werden die getrockneten Laubblätter, die bis zu drei Prozent Cardenolide enthalten. Hierbei handelt es sich um herzwirksame Glykoside. Oleander wird entsprechend auch als Heilmittel gegen Herzinsuffizienz verwendet. Darüber hinaus wirkt er schleimlösend, harntreibend und schweißtreibend sowie herzstärkend und blutdrucksenkend.


Anwendungsgebiete des Oleanders in Naturmedizin und Homöopathie sind Verdauungsstörungen, Herzerkrankungen, Rheumatismus und nässende Ekzeme.
Die Schulmedizin beschäftigt sich aktuell mit der Wirkung des Oleanders als potenzielles Mittel gegen Krebs.


Verwendung des Oleanders

Bedingt durch seine Giftigkeit darf Oleander nur in verschreibungspflichtigen homöopathischen Fertigpräparaten und unter Aufsicht eines Arztes eingenommen werden. Verwendung finden Oleander-Fertigpräparate sowohl in der Naturheilkunde als auch in der Homöopathie. In der Homöopathie kommt Oleander vor allem in der Urtinktur bei Herzbeschwerden zum Einsatz. Neben Tropfen verwendet die Homöopathie auch Globuli.


Anbau

Oleander liebt vollsonnige, luftige Standorte und warme Temperaturen von 22 bis 26 Grad Celsius. Nach der Blüte bildet der Oleander im September Samen tragende Früchte aus. Wie alle Pflanzenteile, so sind auch Blüten, Früchte und Samen des Oleanders giftig!

Im Winter mag der Oleander es kühl, aber hell. Leichte Fröste bis minus fünf Grad Celsius werden von den meisten Oleander-Arten gut vertragen. Kältere Temperaturen hingegen verträgt die Pflanze nicht. Wird der Oleander im Kübel gehalten, kann das Überwintern in Wintergärten oder anderen hellen und kühlen Räumlichkeiten erfolgen. Die Temperatur des Winterquartiers liegt idealerweise zwischen fünf und zehn Grad Celsius. Wärmer sollte die Überwinterungstemperatur nicht sein, da sonst Schädlinge und Krankheiten begünstigt werden.


Warnhinweise

Als Anzeichen einer oralen Oleander-Vergiftung sind Kopfschmerzen, Krämpfe und Übelkeit bekannt. Aufgrund seiner herzwirksamen Inhaltsstoffe kann die unkontrollierte Einnahme von Oleander auch gefährliche Herzrhythmusstörungen nach sich ziehen. Schlimmstenfalls führen diese sogar zum Tod. Gefährlich für den erwachsenen Menschen sind dabei schon kleine Mengen Blattgrün ab einem Gewicht von fünfzehn Gramm.

Doch nicht nur die orale Einnahme kann Vergiftungserscheinungen bewirken. Manchmal gelangt das Gift des Oleanders auch bei der Arbeit an der Pflanze über den Milchsaft in den menschlichen Organismus. Dies kann beispielsweise durch kleine Wunden oder Risse in der Haut geschehen. Auf diesem Wege sind Hautausschläge und Entzündungen der Augen möglich. Beim Arbeiten an Oleander-Pflanzen sollten daher immer Handschuhe getragen werden.

Die Gefahr, dass Kinder sich versehentlich beim Verzehr von Oleanderblättern vergiften, ist relativ gering, da die Blätter des Strauches ausgesprochen bitter schmecken.
Bei einer Oleandervergiftung muss sofort ein Notarzt gerufen werden. Bis zu dessen Eintreffen kann es lebensrettend sein, den Magen durch sofortiges Erbrechen zu entleeren. Dies sollte jedoch nur nach Rücksprache mit dem Norarzt eingeleitet werden.


* Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier gemachten Informationen wird keine Gewähr übernommen. Die hier vorgestellten Informationen stellen keine Form der Beratung dar. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt.

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